Ein Interview mit der Vorstandsvorsitzenden der Europäischen Genossenschaft EQA

EQA: Sie engagieren sich ab sofort im Förderverein WISSENschaf(f)t SPASS. Was bedeutet das für Sie persönlich?
Brigitte Petersen: Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie unserer Zeit. Umso wichtiger ist es, dass wir Orte schaffen, an denen darüber nicht nur geforscht, sondern auch gesellschaftlich diskutiert wird. Der Förderverein WISSENschaf(f)t SPASS engagiert sich gemeinsam mit dem Forum für Künstliche Intelligenz dafür, im Deutschen Museum Bonn genau diesen Raum zu gestalten.
Als Mitglied im Förderverein kann ich diesen KI-Vermittlungsort aktiv mitgestalten.
EQA: Warum ist dieses ehrenamtliche Engagement auch für die Education and Qualification Alliance so relevant?
Brigitte Petersen: Als Europäische Genossenschaft mit Sitz in Bonn arbeiten wir international an der Zukunft der Berufsbildung. Unser Fokus liegt auf der doppelten Transformation – der digitalen und der nachhaltigen. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle. Gleichzeitig geht es uns um Demokratiebildung, Bildungsgerechtigkeit und lebenslanges Lernen.
Wir bewegen uns an den Schnittstellen von Technologie, hybriden Lernformaten sowie der Internationalisierung sozialer und digitaler Kompetenzen. Wenn wir das wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenzial KI-basierter Schlüsseltechnologien ausschöpfen wollen, brauchen wir nicht nur Innovation, sondern auch Verantwortung und Teilhabe.
EQA: Welche Rolle spielt dabei die Region NRW?
Brigitte Petersen: Starke regionale Netzwerke sind der Schlüssel. Nordrhein-Westfalen – und insbesondere die UN-Stadt Bonn – bietet ideale Voraussetzungen, um Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft miteinander zu verbinden.
Unser Ziel ist es, dass sich auch die internationalen EQA-Spitzenteams künftig noch stärker in diesen Dialog einbringen. Regionale Netzwerke können als Kernzellen für KI-Vermittlung und Innovation wirken – mit internationaler Ausstrahlung.
EQA: Sie planen konkrete Veranstaltungen in Bonn. Was dürfen wir erwarten?
Brigitte Petersen: Wir bereiten derzeit zwei öffentlichkeitswirksame Formate vor, die die Sichtbarkeit dieser Netzwerke stärken sollen.
-
- Am 20. September, dem UN-Weltkindertag und World Cleanup Day, planen wir eine Gemeinschaftsveranstaltung, die Bildung, Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologien miteinander verbindet.
- Am 13. Oktober, dem UN-Tag der Katastrophenvorsorge, möchten wir zeigen, wie KI und Digitalisierung das Krisenmanagement und die Daseinsvorsorge konkret unterstützen können – an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.
EQA: Was ist Ihre übergeordnete Vision?
Brigitte Petersen: Meine Vision ist ein offener, internationaler Dialog über KI, der Innovation fördert und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung stärkt. Bildung ist der Schlüssel dafür.
Wenn wir Menschen befähigen, technologische Entwicklungen zu verstehen, kritisch zu reflektieren und aktiv mitzugestalten, schaffen wir die Grundlage für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg – und für eine resiliente, demokratische Gesellschaft.
Genau dafür steht die EQA.






