Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe 2021 treffen sich unter dem Titel
„Eine Katastrophe im Herzen von Europa“
vom 8. bis 10. Mai 2026 im historischen Haus Küchenberg in Eupen Betroffene, Einsatzkräfte sowie Verantwortliche aus Kommunalpolitik und neu entstandenen freiwilligen Sofort-Helfer-Netzwerken.
Der Veranstaltungsort wurde bewusst gewählt: Auch Eupen war 2021 von der Flutkatastrophe betroffen. Die Ausstellung versteht sich als Ort des Gedenkens, des Austauschs und des gemeinsamen Blicks nach vorne auf die Frage, wie Europa künftig resilienter, solidarischer und besser vorbereitet auf Krisen und Katastrophen werden kann.
Im Mittelpunkt stehen besonders die Stimmen der Flutbetroffenen und Helfenden vor Ort. Bereits zur Eröffnung erinnern Maria Mies (Mutter eines Flutopfers) und Frauke Kraatz (Flutgeschädigte) an die Opfer und menschlichen Folgen der Flutkatastrophe 2021. Sie machen deutlich, wie sehr die Ereignisse bis heute nachwirken.
Neben eindrucksvollen Bilddokumenten stehen Gesprächs und Diskussionsrunden im Zentrum der Veranstaltung. Dabei geht es um die Frage, welche Lehren Europa aus der Flutkatastrophe gezogen hat und welche Formen von Zusammenarbeit sowie ehrenamtlichem Engagement für Wiederaufbau und Resilienz aus den Erfahrungen der grenzübergreifenden Katastrophe entstanden sind.
Initiatoren der dreitägigen Veranstaltung sind neben Klaus Jansen ( GEDENKEN), die Stadt Eupen, Prof. Dr. Brigitte Petersen (Sprecherin der Initiative Modellregion Wiederaufbau und Resilienz WiR), sowie Heinrich Geerling, Brückenbauer zwischen nachhaltiger Regionalentwicklung und Resilienzforschung.
🔹 Freitag | 8. Mai 2026
Die offizielle Eröffnung übernehmen der Schirmherr Pascal Arimont (MdEP, Vizepräsident der Intergroup on Resilience, Disaster Management and Civil Protection), Thomas Lennertz (Bürgermeister Eupen) und Yvonne Küchenberg als Hausherrin
Im Mittelpunkt der Gesprächsrunden stehen die Lehren aus der Flutkatastrophe 2021, europäische Zusammenarbeit im Katastrophenschutz sowie die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement und Soforthilfenetzwerken.
Mit dabei sind unter anderem Christine Mauel (Wallonisches Parlament), Armin Schaus Oberst der Bundeswehr verantwortlich für die Koordination der zivilen und militärischen Zusammenarbeit ZMZ ), Anna Lena Samborski (Elementarschutz und Versicherungsmodelle), Bertrand Mignot (resiliente Infrastruktur und Krisensysteme), Christoph Hammerschmidt (LEADER Region Hochsauerland), Christian Hiß (eco val deutschland gAG), und Markus Wipperfürth, Initiator eines bis heute aktiven Sofort-Helfer-Netzwerk vieler engagierten landwirtschaftlicher Betriebe.
🔹 Samstag | 9. Mai 2026
Der Samstag steht im Zeichen von Wiederaufbau und Erinnerungskultur. Im ersten Teil des Nachmittags moderiert Heinrich Geerling. Alfred Küchenberg (ehemaliger Verleger des GrenzEcho) veranschaulicht die Schäden, die durch die Flut am historischen Tuchmacherhaus Küchenberg entstanden und heute wieder behoben sind.
Anschließend folgen Vorträge zur Kulturgutrettung an der Ahr und zum geplanten Flut und Erinnerungsmahnmal in Bad Neuenahr.Vortragende sind Fritz Vennemann (AG Historisches Ahrtal) und Jochen Diedenhofen (DenkAhr).
In der anschließenden Gesprächsrunde unter der Moderation von Klaus Jansen stehen die Erfahrungen von Bürgermeister:innen und Rettungskräften aus den betroffenen Regionen im Mittelpunkt. Diskutiert werden Herausforderungen im Katastrophenschutz, konkrete Erfahrungen aus der Flut 2021 sowie Lehren für Kommunen und Einsatzkräfte.
Mit dabei sind unter anderem Claudia Niessen (Bürgermeisterin Eupen a.D.), Sabine Preiser Marian (Bürgermeisterin Bad Münstereifel a.D.), Laurenz Kreuser (Freiwillige Feuerwehr Rheinbach a.D.) sowie Vertreter der Feuerwehr Eupen.
🔹 Sonntag | 10. Mai 2026
Der Sonntag richtet den Blick auf Initiativen, Netzwerke und konkrete Entwicklungen, die aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe entstanden sind. Im Fokus der Diskussion stehen Themen wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, ehrenamtliches Engagement, digitale Innovationen und resiliente Strukturen in Europa.
Nach einer Demonstration zu digitalen Zwillingen für Krisenübungen und Planungen diskutieren die Teilnehmenden in einer Gesprächsrunde unter der Moderation von Kai Imsande (Bürgerverein Swisttal), welche konkreten Impulse aus der Flutkatastrophe 2021 bereits für ein resilientes Europa entstanden sind.
Mit dabei sind unter anderem Kerstin Würth (Hilfsnetzwerk Elektroseelsorge), Klaus Jansen (Team GEDENKEN), Conny Chemnitz (LEADER Region Voreifel) sowie Nick Falkner (Stiftung Ahrtal).
Die Veranstaltung macht deutlich: Bessere Krisenvorsorge und schnellere Krisenbewältigung sind eine europäische Gemeinschaftsaufgabe getragen von Erinnerung, Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung über Grenzen hinweg.
Haus Küchenberg, Haasstraße 42, 4700 Eupen, Belgien
8.–10. Mai 2026
>> Programm
#Flut2021 #Gedenken #Resilienz #Europa #Katastrophenschutz #Eupen #Europatag







