EQAsce lädt am 13. Oktober zum Fachdialog über Resilienz, Zusammenarbeit und Public Private Partnership ein
Krisen halten sich nicht an Zuständigkeiten. Starkregen, Stromausfälle, Wasserknappheit, Cyberangriffe, Desinformation oder internationale Konflikte können innerhalb kurzer Zeit viele Bereiche gleichzeitig treffen. Dann wird entscheidend, ob Verwaltungen, Einsatzkräfte, Unternehmen, Wissenschaft, Landwirtschaft und Zivilgesellschaft vorbereitet zusammenarbeiten können.
Genau darum geht es beim Dialogforum „Grenzübergreifende Katastrophenvorsorge und Resilienz in Europa“, zu dem EQAsce am UN-Tag der Katastrophenvorsorge, 13. Oktober nach Bonn einlädt. Rund um den Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge bringt die Veranstaltung Akteurinnen und Akteure zusammen, die in Krisen Verantwortung tragen oder wichtige Beiträge zur Vorsorge leisten können.
Dialogforum Bonn
13. Oktober 2026
Haus der Evangelischen Kirche, Bonn
Im Mittelpunkt steht eine praktische Frage: Wie können Regionen in Europa krisenfester werden, bevor die nächste Lage eintritt? Diskutiert wird, wie Kommunikation, Zuständigkeiten, Lagebilder, Hilfe und Ressourcen besser ineinandergreifen können, auch über kommunale, fachliche und nationale Grenzen hinweg.
Aus Erfahrung lernen, bevor Wissen verloren geht
Wie wertvoll praktisches Krisenwissen ist, wurde im Mai 2026 bei der Wanderausstellung >> „Eine Katastrophe im Herzen von Europa“ im Haus Küchenberg in Eupen deutlich.
Dort kamen fünf Jahre nach der Flutkatastrophe Menschen zusammen, die die Ereignisse von 2021 aus unterschiedlichen Rollen erlebt und bewältigt haben: kommunale Verantwortliche, Einsatzkräfte, Landwirte, Betroffene, Fachleute und Initiativen aus mehreren Flutregionen.
In den Gesprächen wurde klar, woran Krisenmanagement im Ernstfall hängt: an funktionierender Kommunikation, klaren Ansprechpartnern, Ortskenntnis, Vertrauen und der Fähigkeit, schnell auch unkonventionelle Lösungen zu finden. Vieles davon entsteht in der Praxis. Umso wichtiger ist es, dieses Wissen nicht im Rückblick stehen zu lassen, sondern für künftige Krisen nutzbar zu machen.
Das Dialogforum in Bonn ist ein eigenständiges Fachformat. Es nimmt jedoch eine zentrale Frage auf, die in Eupen sichtbar wurde: Wie lässt sich Erfahrung systematisieren, ohne sie zu bürokratisieren? Wie können Akteure aus unterschiedlichen Bereichen voneinander lernen, bevor sie im Ernstfall unter Druck zusammenarbeiten müssen
Public Private Partnership als wichtiger Baustein
Ein Schwerpunkt des Dialogforums liegt auf Public Private Partnership. Denn Krisenvorsorge kann nicht allein staatlich organisiert werden. Unternehmen verfügen über Infrastruktur, Logistik, Daten, Technik und Fachwissen. Landwirtschaft und lokale Netzwerke kennen Räume, Wege und Bedarfe vor Ort. Ehrenamtliche Strukturen und zivilgesellschaftliche Initiativen können in Krisen schnell handlungsfähig werden, wenn sie angebunden sind.
Damit daraus Resilienz entsteht, braucht es mehr als Kontakte im Notfall. Es braucht gemeinsame Vorbereitung, Vertrauen und Formate, in denen öffentliche und private Akteure ihre Rollen, Möglichkeiten und Grenzen frühzeitig klären. Das Dialogforum soll genau dafür einen Raum schaffen.
Als europäische Genossenschaft bringt EQAsce die Perspektive ein, dass Resilienz nicht allein lokal oder national entstehen kann. Krisenvorsorge muss europäisch anschlussfähig gedacht werden, weil Risiken, Infrastrukturen, Lieferketten, Informationslagen und Hilfe längst grenzübergreifend miteinander verbunden sind.
Mit dem Dialogforum möchte EQAsce gemeinsam mit der Modellregion Wiederaufbau und Resilienz (WiR) Menschen, Wissen und Strukturen zusammenführen. Ziel ist ein fachlicher Austausch, aus dem neue Kontakte, gemeinsame Handlungsfelder und konkrete Anschlussmöglichkeiten für eine wirksamere Katastrophenvorsorge entstehen können.
Weitere Informationen zum Programm, Anreise zum Tagungsort, zum Kreis der Teilnehmenden, Anmeldung und organisatorischen Details folgen in Kürze.
Informationen und Kontakt
Sie möchten weitere Informationen erhalten, eigene Erfahrungen oder fachliche Beiträge einbringen oder als Partner aus Wirtschaft und Praxis mitwirken? Dann melden Sie sich gerne über den untenstehenden Kontakt.
EQAsce
Philipp Kenntner
p.kenntner@eqasce.de







