Trotz Wind und Regen beteiligten sich am 20. September rund 600 Bonnerinnen und Bonner an sieben Standorten. EQA war als Mitorganisator am zentralen Aktionsort vor der Oper dabei. Neben dem gemeinsamen Anpacken wurde dabei auch sichtbar, wie vielfältig sich Menschen in Bonn und der Region für eine nachhaltige Zukunft engagieren.


Um 10 Uhr gab Bonns Oberbürgermeister Guido Déus, Schirmherr der diesjährigen Aktion, auf dem Opernvorplatz den Startschuss. Von dort und sechs weiteren Cleanup-Hubs rechts und links des Rheins gingen die Gruppen in ihre jeweiligen Stadtbereiche. Dass sich trotz des wechselhaften Wetters rund 600 Menschen beteiligten, prägte den Tag ebenso wie seine besondere Einordnung in das Bonner Jubiläumsjahr.
Der Tag auf einen Blick
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- 20. September 2026: World Cleanup Day und Weltkindertag
- rund 600 Engagierte an 7 Cleanup-Hubs in Bonn
- 30 Jahre UN-Stadt Bonn
- zentraler Aktionsort: Opernvorplatz
- zugleich Finale der Woche des bürgerschaftlichen Engagements des BBE
- weltweit größte Bottom-Up-Bürgerbewegung zur Beseitigung von Umweltverschmutzung
Der World Cleanup Day wird inzwischen als internationaler Tag der Vereinten Nationen begangen. In Bonn fiel er in diesem Jahr mit dem Weltkindertag zusammen – und in das Jahr, in dem die Stadt auf 30 Jahre als UN-Standort zurückblickt.
Gemeinsam engagiert vor Ort
Am World Cleanup Day beteiligten sich in Bonn Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedenen Beiträgen, allen voran die Sammelaktion. Aber schon in der Vorbereitung brachten sich unter anderem Kinder mit Ideen für die Gestaltung der Stände ein. Am Aktionstag öffneten die Partner in den sieben Hubs im Stadtgebiet ihre Standorte und setzten eigene thematische Schwerpunkte rund um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.
Ab 12 Uhr kamen die Engagierten am zentralen Hub auf dem Opernvorplatz zusammen. Daniela Schwerdt von Let’s Do It Germany e. V. moderierte den Tag und brachte dabei auf den Punkt, was die Atmosphäre prägte: Engagement verbindet und kann Freude machen. Genau daraus entstanden viele Gespräche und Begegnungen, die über die eigentliche Sammelaktion hinausgingen.
Dass dafür viele unterschiedliche Beiträge zusammenkommen, zeigte sich auch rund um den Opernvorplatz. Die Oper der Stadt Bonn stellte den Platz vor der Oper zur Verfügung. Das benachbarte Restaurant Opera mit den Inhabern Leena Barsuhn und Müslüm Balaban unterstützte die Veranstaltung mit Speisen und Getränken und bot anschließend den Rahmen für das Get-together.
Passend dazu wurde auf dem Opernvorplatz zugleich der Abschluss der Woche des bürgerschaftlichen Engagements des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) begangen. Unter dem Motto „Miteinander Zukunft gestalten“ rückte die Aktionswoche genau dieses gesellschaftliche Engagement in den Mittelpunkt. Dr. Lilian Schwalb, Geschäftsführerin des BBE, war vor Ort und kam mit den Beteiligten ins Gespräch.
Von nachhaltigem Konsum bis zum lebenslangen Lernen
Die Themenzelte am Opernvorplatz griffen verschiedene Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen auf. Dabei wurde deutlich, dass die einzelnen SDGs nicht für sich stehen: Nachhaltiger Konsum braucht Wissen über Materialien und Herkunft, Bildung schafft die Grundlage für bewusste Entscheidungen – und beides lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und sich beteiligen.
Ein Beispiel dafür war SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“. Denis Hüter von AMUI SportHubs, einem der Mitorganisatoren, stellte Hanf als wiederentdeckten Rohstoff vor – mit Einsatzmöglichkeiten etwa für Baustoffe, Kleidung und Lebensmittel. Auch die eigens für den World Cleanup Day übergebenen Trikots griffen den Gedanken der Kreislaufwirtschaft auf: Sie bestehen aus 100 Prozent recyceltem Polyester. Ein QR-Code im Shirt macht Angaben zu Herkunft und Herstellung direkt am Produkt nachvollziehbar.
Genau hier schließt SDG 4 „Hochwertige Bildung“ an: Wer nachhaltiger handeln soll, braucht Zugang zu Wissen, muss Zusammenhänge verstehen und neue Entwicklungen einordnen können. Im Gemeinschaftszelt zu SDG 4 arbeitete EQA deshalb mit BiWiNa – Bildung, Wirtschaft, Nachhaltigkeit e. V. und dem Umweltbildungszentrum Pleistalwerk zusammen. Für BiWiNa waren Vanessa Püllen und Marianne Middendorf vor Ort, das Umweltbildungszentrum Pleistalwerk war durch Heinrich Geerling vertreten. Die beteiligten Organisationen gehören zum Bonner Netzwerk für Entwicklung.


Für EQA rückte hier besonders das lebenslange Lernen in den Blick. Lernen endet nicht mit Schule, Ausbildung oder Studium. Menschen bleiben in jeder Lebensphase darauf angewiesen, neue Kenntnisse zu erwerben, andere Perspektiven kennenzulernen und eigene Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Gerade eine Stadt wie Bonn, die Teil des UNESCO-Netzwerks der Learning Cities ist, bietet dafür einen passenden Rahmen.
Im Oktober folgt der nächste UN-Tag in Bonn
Prof. Dr. Brigitte Petersen, Vorstandsmitglied der EQAsce und Sprecherin der grenzübergreifenden Initiative „Modellregion Wiederaufbau und Resilienz“, nutzte den Aktionstag auch für einen kurzen Ausblick auf den kommenden Monat. Am 13. Oktober, dem Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge, findet in Bonn das Dialogforum zur Krisenvorsorge und Resilienz statt. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen.
Inhaltlich geht es dort um eine andere Herausforderung als beim Cleanup, aber um eine verwandte Frage: Wie können vorhandene Fähigkeiten, Erfahrungen und Netzwerke so zusammengebracht werden, dass sie im entscheidenden Moment tatsächlich wirken? Der Tag machte damit vor allem eines sichtbar: Nachhaltigkeit, Bildung und bürgerschaftliches Engagement wirken besonders dann, wenn sie zusammengedacht werden.
Mehr zum Dialogforum am 13. Oktober in Bonn
Programm, Anmeldung und weitere Informationen: dialogforum-wir.eqasce.de






